Welche Muskeln werden beim Paddeln trainiert?

Paddeln fördert Fitness und Muskelkraft, Ausdauer und Koordination. In nahezu jedem Lebensalter lässt sich die sportliche Aktivität mit einer Kanutour verbinden. Ausgenommen sind akute Erkrankungen und bestehende Rückenbeschwerden! Ältere Teilnehmer einer Paddelreise sollten vorab ihren Arzt konsultieren! Doch welche Muskeln werden beim Paddeln trainiert? Diese häufige Frage möchten wir heute in unserem Blog beantworten.

Paddeln - Welche Muskeln werden beansprucht?

Paddelsport beansprucht den gesamten Oberkörper. In der sitzenden Position wird die Wirbelsäule entlastet. Die gleichmäßige und dynamische Bewegung stärkt vor allem die Muskulatur von Rumpf und Armen. Mit der richtigen Technik ist eine Überbeanspruchung von Schultern und Handgelenken beim Paddeln vermeidbar.

Wird die Rückenmuskulatur durch Paddeln beansprucht, werden gleichzeitig die Bauchmuskeln aktiviert. Aus anatomischer Sicht sind beide Muskelgruppen sogenannte Gegenspieler, die Einfluss aufeinander nehmen. Demnach führen untrainierte Bauchmuskeln zu einer Verkürzung der Rückenmuskulatur. Infolge dessen sind die Funktionen der Wirbelsäule beeinträchtigt, so dass Haltungsschäden und Schmerzen entstehen können. Hingegen beugt eine trainierte Muskulatur diesen Beschwerden vor.

Im Schulterbereich spielt der Musculus deltoideus beim Paddeln eine wichtige Rolle. Der sogenannte Deltamuskel verleiht dem Schultergelenk den nötigen Halt und ist an der Hebung des Oberarms beteiligt. Ebenfalls von Bedeutung ist der Musculus trapezius. Dem Trapezmuskel kommen wichtige Aufgaben bei der Halswirbelsäulenstreckung, Schulterbeweglichkeit und Kopfdrehung zu.

Für Oberarmmuskeln wie Bizeps und Trizeps ist Paddeln ein intensives Training. Beide Muskeln gehören ebenfalls zu den Antagonisten, die sich in ihrer Funktionsweise beeinflussen. Während der Bizeps die Beugung und Drehung des Unterarms gewährleistet, ermöglicht der Trizeps die Streckung eines gebeugten Arms. Damit das Paddel mit ausreichend Kraft bewegt werden kann, ist regelmäßiges Training hilfreich. Um die Kondition zu verbessern, eignen sich Übungen wie Liegestütze. Aufwärmphase und Dehnung beugen muskulären Beeinträchtigungen vor.

Im Vergleich zu anderen Ausdauersportarten erfolgen Muskelaufbau und Leistungssteigerung beim Paddeln gelenkschonend. Kanufahren weist ein geringes Verletzungsrisiko auf, so dass sich die Aktivität gut für Kinder und Senioren eignet. Voraussetzung ist allerdings, dass die Teilnehmer schwimmen können.


Paddeln - Das ideale Training für Muskeln

Paddeln kann in jeder Altersklasse leicht erlernt werden. Wichtig ist nur, die eigene Leitungsfähigkeit wahrzunehmen und das Tempo daran anzupassen. Zu empfehlen ist das Paddeln in mittlerer Geschwindigkeit. Die Steigerung der Muskelaktivität wirkt sich vorteilhaft auf den Stoffwechsel aus. Kalorienverbrauch und Fettverbrennung sind allerdings beim Joggen deutlich höher. Neben der Rückenfreundlichkeit des Paddelns, gilt das Herz-Kreislauf-Training an der frischen Luft als positiver Nebeneffekt.

Nahezu alle Muskelgruppen werden beim Paddeln stark beansprucht. Die Bewegung auf das Boot übertragen hauptsächlich Arme und Rumpf. Mit Oberkörper und Beinen wird die Balance gehalten, so dass Paddeln auch eine tolle Übung für den Gleichgewichtssinn ist. Die aktive Beanspruchung trägt zur Durchblutung von Muskeln und Gewebe bei. Paddeln baut Stress ab und löst nachweislich Verspannungen.

Mit den richtigen Bewegungsabläufen lässt sich die Natur bei einer Paddelreise noch intensiver erleben. Die ausgeglichene Fortbewegung hat ihren Reiz in bewusster An- und Entspannung. Die Nähe zum Wasser und der weite Blick in die Landschaft wirken harmonisch auf Körper, Seele und Geist. Nicht nur für die Muskulatur ist Paddeln ein Glücksfaktor!

Auch die Beine werden trainiert





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