Paddeltour: So verstaue ich mein Gepäck im Kanu und Seekajak

Wasser trägt - das verführt beim Seekajak fahren dazu, viel Gepäck mitzunehmen. Tipps, was du auf Paddeltouren mitnehmen solltest, haben wir dir bereits gegeben. In diesem Beitrag geht es darum, wie du deine Ausrüstung für eine Tour, egal ob eine Tour einen Tag oder eine Tour über mehrere Tage geht,  sicher verstaust und den Platz effektiv nutzt. Denn das Beladen mit Gepäck hat Einfluss darauf, wie dein Boot manövriert werden kann.

Gepäck im Kajak verstauen - so ist es richtig

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Wohin mit dem Gepäck im Boot?

Ein Seekajak bietet unterschiedliche Luken, in denen du dein Gepäck verstauen kannst. Doch bevor du mit dem Packen des Kanus beginnst, solltest du dir einige Fragen vorab beantworten:

  • Wie viel geschottete Gepäckluken stehen dir zur Verfügung?
  • Wie lang ist die Tour geplant? Ist eine Übernachtung im Zelt vorgesehen?
  • Welche Sachen benötigst du schnell zur Hand?
  • Benötigst du für deine Tour Kochausrüstung oder/und Wasser für mehrere Tage?

Gepäck gehört beim Paddeln in die Gepäckluken

Grundsätzlich solltest du dein Kajak so packen, dass die Ausrüstung in den Gepäckluken verschwindet und nur leichte Sachen an Deck sind. Das gilt vor allem, wenn du mit einem Solokajak unterwegs bist. Und du wirst schnell merken - ein voll bepacktes Kajak fährt sich ganz anders als ein leeres. Und es liegt „satter” in den Wellen und ist nicht mehr so kippelig.
Schwere Sachen gehören grundsätzlich nach unten und möglichst dicht an das Cockpit. So gewährleistet du, dass das Kajak leicht zu manövrieren ist. Je weiter schwere Sachen im Bug oder Heck liegen, je mehr Kraft musst du aufwenden um bei Richtungsänderungen mit dem Paddel das Boot zu bewegen. Ein guter, trockener Platz befindet sich auch oben unter dem Oberdeck. Dort oben liegen die Ausrüstungsgegenstände vor eindringendem Wasser relativ geschützt.

Wie Schlafsack und Kleidung für das Kajak verpacken?

Gepäck in den Gepäckluken zu verstauen kann ganz schön mühselig sein. Denn die Luken sind oft nicht sehr groß und sperriges Rucksäcke passen hier nicht rein. Hier helfen Packsäcke und Plastiktüten.
Gute Lukendeckel sind wasserdicht, aber nur, wenn sie korrekt geschlossen sind. Daher unsere Empfehlung, wichtige Gepäckstücke zusätzlich in wasserdichte Packsäcke zu packen. In die wasserdichten Packsäcke kommt alles, was absolut nicht nass werden darf. Dazu gehören in erster Linie Schlafsack und Isomatte. Ebenso Kleidung und mindestens einmal Ersatzkleidung. Wasserdichte Packsäcke, hier haben sich Rollbeutel aus mit verschweißten Nähten oder aus PVC-freiem Material bewährt, gibt es in verschiedenen Größen. Auf Dauer wirst du feststellen, dass mehrere kleine Packsäcke praktischer zu verstauen sind als ein großer. Kleine Säcke passen auch bis in die Spitze vom Kajak und nutzen den Platz optimal.
Bewährt haben sich für Kleinigkeiten wiederverschließbare Beutel (zum Beispiel Zip-Beutel oder Beutel mit Druckverschluss). In ihnen lassen sich Kleinigkeiten wie Feuerzeug, Taschenmessen, Akkus usw. kleinteilig und wasserdicht verpacken.
Ein Zelt oder Lebensmittel sind meist nicht so empfindlich gegen Nässe und können ggf. ohne zusätzliche wasserdichte Verpackung (z.B. in einer großen Plastiktüte) im Boot verstaut werden. Wenn dann die Ausrüstung oder die empfindlichen Lebensmittel möglichst weit oben im Kanu transportiert werden, hast du eigentlich nichts mehr zu befürchten.

Wohin mit dem Wasser im Kajak?

Trinken ist auf einer Kajaktour extrem wichtig. Zu wenig trinken führt zu Kopfschmerzen und ist oft die Ursache für Muskelkater. Den Tagesbedarf für die Tour kannst du in unzerbrechlichen Flaschen in Griffweite im Cockpit oder mit einer Schnur gesichert auf Deck transportieren. Problematisch ist die Mitnahme von Trinkwasser in größeren Mengen als den Tagesbedarf. Hier eignen sich eigentlich nur Wasserbeutel. Im Gegensatz zu Wasserkanister bestehen sie aus einen dünnen, flexiblen Gewebe, damit sie leer nicht viel Platz wegnehmen. Dadurch sind sie aber auch empfindlich gegen Beschädigungen. Wir empfehlen, befüllte Wasserbeutel nicht in den Gepäckluken zu transportieren. Ein scharfer Gegenstand, ein nachlässig verschlossener Verschluss – und du hast dein gesamtes Gepäck nass, zumindest aber feucht. Besser ist, die Beutel im Cockpit richtig zu verstauen. Ein empfehlenswerter Platz ist hinter den Sitzen, falls das Boot es zulässt. Nebenbei bemerkt macht sich dieser Platz positiv auf die Fahreigenschaften des Kajaks bemerkbar.

Im Kanu Gepäck schnell griffbereit

Manche Dinge musst du beim Paddeln schnell zur Hand haben. Zum Beispiel den Fotoapparat, das Erste-Hilfe-Set, eine wind- und regendichte Jacke oder warme Kleidung für die Pause. Den Fotoapparat kannst du in einem Rollbeutel oder einem wasserdichten Fotokoffer vor die auf Deck befestigen. Regenbekleidung kannst du hinter dem Sitz verstauen oder mit warmer Pausenkleidung für die Paddler*innen im wasserdichten Packsack hinter dir auf Deck. Und wohl dem, der eine Tagesluke im Einerkajak hat. Sie ist prädestiniert für solche Sachen.

Gepäckbeförderung im Kajak auf Deck

Auch wenn du grundsätzlich nichts auf Deck haben sollst – manchmal lässt es sich nicht vermeiden, Ausrüstung auf Deck zu transportieren. Dies gibt insbesondere für Doppelkajaks, da hier für zwei Personen kaum mehr Platz zur Verfügung steht als für eine Person im Solokajak. Von Club Aktiv bekommst du in dem Fall einen 60 Liter-Rollbeutel ausgehändigt, wo du deinen Schlafsack und alles, was unbedingt trocken bleiben muss, verstauen kannst. Der Rollbeutel wird sicher an Deck befestigt. Gegen das Verrutschen helfen die Deckgummis, zusätzlich wird der wasserdichte Packsack mit der Schnalle und/oder einem Karabinerhaken, zum Beispiel am Tragegriff, befestigt.
Wie du Gepäck einsparen kannst und trotzdem genug dabei hast, erfährst du bei unseren Packtipps-Blogbeitrag.
 
Wenn du diese Grundsätze beachtest, kannst du deine Sachen trocken und sicher im Kajak transportieren. Und mit jeder Tour kommt etwas an Erfahrung dazu.

Karte und Kompass gehören auf Deck
Wasserdicht verpackt in Packsäcken
Was schnell erreichbar sein muss, kommt aufs Deck
Lebensmittel können unverpackt in die Boote
Bei Expeditionen muss das Gepäck manchmal auf Deck transprtiert werden





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