Wie in den vergangenen zwei Jahren haben wir auch in diesem Jahr wieder eine Tour nur für ReiseleiterInnen veranstaltet. Insgesamt waren wir zu viert unterwegs: Lutz (guide), Birgit, Maik und Sebastian.
Im flotten Tempo legten wir die Strecke zurück. Aber wie immer galt: flexibel bleiben. Ich hatte die Strecke so geplant, dass wir tendenziell Rückenwind haben müssten, denn die Hauptwindrichtung ist Westen. Für den ersten Tag war die Planung auch goldrichtig. Bei Sonne und eigentlich keinem Wind verließen wir Ålesund in Richtung Fjorde. Inselübernachtung und herrlich tiefer Schlaf, Sonnenschein am nächsten Morgen. Mittags änderte sich das Szenario. Nachdem wir Sebastian (der das Auto umgesetzt hatte) eingesammelt hatten, kam der Wind plötzlich von vorn. Tendenz zunehmend. Wir kämpften uns tapfer gegen den Wind und die (nicht allzu hohen) Wellen, mussten dann aber doch unser Ziel - Übernachtung in Stordal - aufgeben. Wir landeten an un campierten neben drei Bootshütten.
Dafür ging es am nächsten Tag mit frischem Elan und Gegenwind weiter bis Stordal. Hier genehmigten wir uns eine leckere Waffel und brachen nach Stranda auf - oh Wunder, der Wind war weg!
Am nächsten Morgen: Start bei Windstille. Bis zur nächsten Ecke, der Wind kam von vorn, von Südwest!! Pause in Åkneset, anschließend windstill. Entspanntes Paddeln bis Helesylt, Zelte aufbauen, Essen kochen, sight seeing. Nachts peitschen auf einmal Sturmböen die Zelte nieder. Prasselnder, eiskalter Regen, Zelte abspannen, gruselig. Der Morgen dann trübe. Wir starten trotzdem, biegen in den Geirangerfjord ein und werden von Sonne empfangen. Die Wetter-Wunder-Welt der Fjorde! Genusspaddeln bis Geiranger, gleich am Abend geht es weiter in Richtung Oslo, wolkenloser Himmel und eine ruhige Nacht in Fagernes liegen noch auf dem Weg zur Fähre. In Jotunheimen treffen wir noch auf Rentiere, der Schnee von der Hinfahrt ist Schnee von Gestern.
Insgesamt eine gute Tour zum Einstieg, die die neuen Reiseleiter optimal auf die kommenden Touren vorbereitet hat. alles lesen...